Geschichte des Hauses.

Als der Bauer Konrad Reck das Anwesen Oberndorf 7 im Jahr 1828 erwirbt, kann der Weiler bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Der kleine Bauernhof steht auf dem Grund des durch Brand zerstörten Oberndorfer Schlosses, in dem ab 1375 die Patrizierfamilie Schürstab lebte. Die Schürstabs übten zusammen mit dem Dominikanerinnen Kloster Frauenaurach über 200 Jahre lang die Herrschaft über Mehrndorf, das heutige Möhrendorf.

Oberndorf gerät zwischen die Fronten: Die freie Reichsstadt Nürnberg liegt im Krieg mit dem Markgrafen von Kulmbach/Brandenburg, dessen Truppen das Schloss 1552 in Schutt und Asche legen. Als die Familie von Tucher im Jahr 1608 die Überreste des Ritterguts übernimmt, errichtet sie ihren neuen Herrensitz, das heutige Anwesen Nr. 1. Das zerstörte Schloss wird nicht wieder aufgebaut. Erst im Jahre 1796 wird das heutige Anwesen unter der Patrizierfamilie Haller von Raitenbuch aus Nürnberg erstellt und im Jahre 1828 an die Familie Reck verkauft. Im Jahr 1855 wird das Rittergut Oberndorf schließlich völlig zerschlagen und kommt in bäuerlichen Besitz.

Das Anwesen Nr. 7 ist nun seit 186 Jahren im Besitz der Familie Reck. Konrad übergibt den Hof seinem Sohn Benedikt, der 1877 eine Bierwirtschaft eröffnet und einen Tanzsaal anbaut. Das Anwesen wird stetig erweitert und jeweils an die Söhne übertragen. Über Matthäus (ab 1889), Johann (ab 1920) und Leonhard (ab 1954) gelangt das Gasthaus in den Besitz der Familie Hans und Irmgard Reck. Seit 2012 leitet Doris Reck-Hartmann den Familienbetrieb.

 

Weiler Oberndorf

Weiler Oberndorf